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Hausbewohner

 

Martin Jungck

 

Selbstbeweihräucherung ist immer eine wunderschöne Sache. Martin, geboren vor ca. 2000 Jahren in Betlehem, hat in seinem kurzen Leben schon viel bewegt. Er ist schön, intelligent, gebildet, hat eine tolle Stimme und wäre der ideale Weltpräsident. Er tut viel für die Menschheit in der Stammzellenforschung, hat an Colleges in den USA, England, Hong Kong und Burkina Faso dreiundzwanzig Abschlüsse gemacht und spendet jährlich 3 Milliarden Euro für soziale Projekte. Ende letzten Jahres hat er eine Autobiographie veröffentlicht, die Menschen Fernheilung verschafft.

Böse Stimmen behaupten, das alles stimme überhaupt nicht. Er habe nur Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Psychologie studiert, habe mitunter autistische Züge, sei kekssüchtig und fahre scheiße Auto. Immerhin sei er ein guter Engineer und ziemlich geiler Rapper. Aber das ist alles gelogen.

 

 

Matthias Mörs

 

Master Mörs oder auch Lord of Mörsy , das wandelnde soziale Netzwerk: Immer eingeloggt, immer online. Und das auch ganz ohne Computer. Dabei folgt seine Kommunikation immer dem Motto „Think Big“. Wenn Dich auf der nächsten Party also jemand versucht zu überreden, mit in die Veranstaltung eines Skispringens in der Sahara einzusteigen, wurdest du wahrscheinlich gemörsed. Das Schlimme daran ist: Das Skispringenn findet mit aller Wahrscheinlichkeit irgendwann wirklich statt und ist dazu auch noch erfolgreich.

Der Grundstein für seinen Größenwahn wurde wahrscheinlich in seiner Zeit als Assistent des Vorsitzenden der Geschäftsführung in der Kölnarena gelegt. Kein Wunder, die Arena ist groß und bei Mario Barth wird jeder wahnsinnig.

Um seinen Kopf wieder in die Spur zu kriegen pilgerte er zwei Jahre barfuß durch Müll und dachte dabei an Marketing. Marketing. Marketing (Wiederholung fördert übrigens den Nachhall, den ein Produkt beim Konsumenten hinterlässt). Eines Tages jedoch erschien ein großer weißer Vogel und wies ihm den Weg ins gelobte Land. Kurze Zeit später stand er vor dem Parkhaus, textete den Türsteher zu und kurze Zeit später saß er in der Chefetage, alle Zügel fest in der Hand. Damn!

 

 

Albert Gabriel

 

In seiner Jugend in einem Dorf gleich hinter Mönchengladbach machte klein Albert eine traumatische Erfahrung (Böse Zungen in Köln behaupten ja in der Nähe von Mönchengladbach sei das ganze Leben eine traumatische Erfahrung).

Albert wanderte allein durch einen finsteren (Hanf)Wald, vorbei an einem Steinbruch als ihm ein Werwolf auflauerte. Als Albert diesen sah fing er an zu schreien wie ein Wahnsinniger. So laut schrie er, dass die Schallwellen seiner Stimme Bäume entwurzelten und Steine aus der Felswand brachen. Albert schrie und schrie. Als er schließlich aufhörte zu schreien, war nichts mehr so wie es war. Von dem Wald war nix mehr zu sehen und über dem Werwolf hatte sich ein ungeheure Masse aus Stein und Holz aufgetürmt. Später sollte dieses Konstrukt Borussia Park genannt werden.

Albert war so tief geschockt, dass er seitdem nicht mehr wagte laut zu reden aus Angst seine Umgebung in Gefahr zu bringen.

Dabei ist er ein großer Geschichtenerzähler. Von der Sekunde da dass erste Neumann Mikrophon die Hände seines Schöpfers verließ, kennt Albert die gesamte Historie des Studiorecordings auswendig. Und flüstert Sie einem auch zu, wenn man genau genug hinhört oder nicht schnell genug wegkommt.

Aber nicht nur seine Stimme und sein Gedächtnis sind Meister der Schallwellen- Auch seine Finger gleiten so mühelos über die SSL Konsole oder liebkosen seinen Massenburgh EQ als hätte er nie was anderes getan. Hat er auch nicht. Er war schon mit 18 der Nerd hinter Cluesos erstem Album „Text und Ton“, das er auch benannte. Die zahlreichen Ami Acts mit denen er schon gearbeitet hat, wie z.B. Onyx oder Nore nennen ihn liebevoll einstiehn (zu Deutsch Einstein), im Abspann des nigerianischen Films „Kati Kati“ wird er als „God of Audio“ bezeichnet. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

 

Moritz Stahl

 

Moritz Seele ist eine Guitarre. Was nicht immer gut ist, zum Beispiel ist sie früh morgens häufig verstimmt. Daher hört man zur Begrüßung häufig den wundervoll modularen Satz „Was ein Scheiß_XXX_ heute“, in den dann je nach Situation z.B. Wetter, Verkehr, Gedränge oder ähnliches eingesetzt werden kann.

Andererseits hat das auch seine guten Saiten (ja .. ja.. richtig), denn er entlockt seinem Instrument den souligsten Sound südlich von Kurts Maifeld. Er kann auch toll Akzente nachmachen und hat mit deren Hilfe schon u.a. Johannes Oerding, Clueso, Stefanie Heinzmann oder Dennis Lisk ins Parkhaus gelockt (er gab sich entsprechend als Ossi, Schweitzer oder Fischkopp aus). Einmal da, hat er ihnen gleich ein paar Songs für Alben und Kinofilme aufgeschwatzt.

Zur Zeit befindet sich Moritz immer öfter auf der Flucht. Wovor wissen wir nicht genau, aber er wechselt dauernd den Standort. Häufig in Begleitung von dubiosen Gestalten wie Johannes Oerding oder Frau S. Heinzmann. Wir werden das verfolgen. Stay tuned.

 

 

Maarten Hemmen

 

Das Parkhaus Studio hat nix gegen Ausländer. Aber Holländer? Mit dieser grundlegenden menschlichen Frage konfrontiert, beschlossen wir eine Desensibilisierungsmaßnahme: Die Hemmen-Therapie.

Die sieht etwa wie folgt aus: Man nehme einen ADS Holländer mit 1A Rhythmusgefühl und einem Faible für kaputte Drums und lasse ihn mit seinem Camper direkt in den großen Aufnahmeraum des Parkhaus rasen. Das gibt dann entweder Frikandel Spezial oder ein wundersames Amalgam deutsch holländischer Freundschaft. Und in der Tat: Durch jenen schicksalsvollen Aufprall kann man nun im Parkhaus das einzige siamesische Zwillingspaar der Welt deutsch holländische Herkunft begutachten. Das Heinz-Hemmen Paar. Ein gesundes Weltwunder wie man auch schon an der Lautstärke erkennen kann, mit der es mit sich selbst spricht: „HEMMEN!!!!“ „JA, HEINZ!!!!“ schallt es schon morgens liebevoll mit 110 Dezibel durch unser schönes Haus. Denn beide Seiten sind Frühaufsteher, was besonders Mattis Mörs mit Freude kennen gelernt hat. Wenn die Seite Heinz mal wieder mit einem Fuß DoubleBass Drum übt, ist die Seite Hemmen wahrscheinlich damit beschäftigt fette Beats und schräge Sounds zu basteln, egal ob für deutsche Pop Acts oder holländische HipHop Legenden wie Postman. Mittlerweile hat das Paar eine unglaubliche Berühmtheit erlangt, mit eigenen Fans der einzelnen Hälften. Das geht soweit, dass man schon Menschen quer durch den ganzen Stadtgarten rennen sah um der Seite Hemmen zu sagen, wie geil sein Snare Sound ist. Und was soll man sagen. Recht haben Sie.

 

 

Niclas Hellen:

Um Niclas zu erklären müssen wir erst einmal ein unrühmliches Kapitel des Parkhauses aufschlagen. Und es sei nochmals betont: Nein wir sind keine Rassisten. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Und wir sagen weiter: Ja, Niclas war Mitglied der Burschenschaft Germania für die ersten 72 Jahre seines noch jungen Lebens. Er war Meister im Kampftrinken und Penisfechten und trug die Schärpe elegant wie kein Zweiter. Dann realisierte der überaus intelligente Vorstand jener sympathischen Vereinigung jedoch, dass Niclas und seine 3 Freunde ausländischer Abstammung einfach froh über billige Miete und freies Saufen waren. Die 3 Freunde waren unbemerkt geblieben weil sie bei jeder Gelegenheit „wie geil“ sagten. Das klingt eben fast exakt wie das in diesen Kreisen übliche Losungswort „Sieg heil“, das jedem Mitglied klarmacht „Das ist ein Kamerrrrad!“, und mit Differenzierung ist es halt in diesen Kreisen nicht so weit her.

Nach diesem unrühmlichen Rauswurf fand Niclas schnell ein neues Zuhause im Parkhaus, das eine noch viel billigere Location ist in der noch mehr getrunken wird. Auch sonst passte dieses Zusammenkommen wie Arsch auf Eimer, denn Niclas leidet an der seltenen Krankheit des invertierten Tourette. D.h. er wird gerne beschimpft. Nichts stimmt Niclas so schnell glücklich wie ein leicht gegröltes „Tach du Wixfrosch“ am Morgen. Dann wird er leicht rot, ein Lächeln tritt auf sein Gesicht und er ist bereit jede Arbeit im Handumdrehen zu erledigen.

Und umgeben von völlig nichtsnutzigen Musikern gibt es viel Arbeit. Niclas ist dabei das Schweizer Taschenmesser des Parkhauses. Ohne jemanden wie ihn hätte wahrscheinlich irgendein Mitarbeiter das Parkhaus schon gegen ein süßes Katzenbabyfoto eingetauscht. Und das dann noch für einen großen kaufmännischen Deal gehalten. Egal ob Studio Management, Songwriting, Produktion, Tourmanagement, Künstlern in den Arsch treten, Kochen, Social Media oder Listen anfertigen…. Alles überhaupt kein Problem für Niclas. Er beherrscht das alles wie ne 1, springt ein wo es Not tut und hält den Laden am Laufen.

Alles nur unter der wirklich kleinen Bedingung, dass man ihn genug beleidigt!